All by myself

Ich erzähle meiner Mama, dass ich meiner besten Freundin beim Umzug helfen will. Sie wird mit ihrem Freund zusammenziehen. Meine Mutter macht mitleidige Geräusche, dann sagt sie: „Du bist so einsam!”
Ich höre sowas öfter. Aussagen wie diese irritieren mich in zweierlei Hinsicht. Erstens weil eine außenstehende Person ja eigentlich überhaupt gar nicht beurteilen kann ob eine andere Person einsam ist, da Einsamkeit nun mal ein eine Emotion ist, die eben nur durch eine etwaigig einsame Person empfunden und beurteilt werden kann. Zweitens, und das ist noch viel wichtiger, weil ich überhaupt nicht einsam bin.
Doch da habe ich mich wohl offenbar getäuscht. Meine Mama und andere sagen, ich bin einsam. Sehr, sehr einsam. Und sicherlich können andere das viel besser einschätzen als ich.

doctor who - the saddest gif of all time

Es ist töricht von mir, mich für besagte Freundin und ihren Freund zu freuen, weil sie eine so tolle Wohnung gefunden haben. Noch viel törichter ist es, dass ich mich für meine Freundin freue, weil sie jemanden gefunden hat, der sie glücklich macht – wo dies doch offensichtlich Unglück für mich bedeutet. Ich hätte diese Beziehung bereits im Keim ersticken und damals nicht auch noch zu ihr sagen sollen, dass ich den neuen Freund mag. Aber jetzt ist es zu spät. Wir werden uns nie wieder sehen. Vorbei die Tage, in denen wir gemeinsam einsam sein konnten. Weinend Dirty Dancing schauen, Pralinen essen, uns selbst bemitleiden, mit Dartpfeilen auf die Fotos unserer Ex-Freunde werfen – was Frauen eben so machen, wenn sie Single und verbittert sind. Alles zerstört. Nun habe ich überhaupt keine sozialen Kontakte mehr. An wen soll ich mich schon wenden? Schließlich habe ich nur die eine Freundin. Früher hatte ich mehr, aber sie wurden mir durch glückliche Beziehungen entrissen. Sie haben es alle geschafft. Das große, einzig wichtige Ziel im Leben: einen Partner. Auf gar keinen Fall gewinnt man durch diese Partnerschaften Freunde hinzu. Nein, denn das sind Eindringlinge, Freundschaftszerstörer, Wegnehmer. Ja, euer Glück widert mich regelrecht an. Insgeheim will ich, dass all eure Beziehungen zerbrechen, ihr euch scheiden lasst. Damit ihr genauso einsam seid wie ich…

Derartiges Gedankengut wird bei mir vermutet, ja vielleicht sogar erwartert. Man glaubt mir nicht, wenn ich sage, dass ich gerne allein bin. Man denkt, dass ich das alles nur spiele. Dass ich vorgebe tapfer zu sein, während ich mich eigentlich jeden Abend in den Schlaf weine und dabei einen Sack Reis umarme dem ich ein T-Shirt angezogen und den ich mit Axe Bodyspray besprüht habe. Man stellt sich mein Leben so vor: Einsam aufwachen, einsam Mittagspause, einsam Abendessen, einsam schlafen. Ab und zu einsam mit gesenktem Kopf im Regen spazieren oder ins Museum gehen, wo ich mit Tränen in den Augen die Menschen betrachte die zu zweit oder in Gruppen gekommen sind, während Eric Carmen im Hintergrund All by myself singt.
Ja, ich kann es manchmal in den Gesichtern anderer Leute sehen, den mitleidigen Blick oder die mentale Frage: “Was stimmt denn nicht mit ihr?” Ich führe da exemplarisch nur nochmal meinen letzten Urlaub an, bezüglich dessen meine Oma fragte: “Hast du gar keine Freunde?”, und auf dessen Bericht hin eine Kollegin in der Küche verwundert ausrief: “ALLEIN?”

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Ja, warum denn nicht allein? Was ist so schlimm daran? Mich nervt das Unverständnis. Allein bedeutet einfach nur, dass keine anderen Menschen da sind. Einsamkeit hingegen beruht auf dem Wunsch, Nähe und Verständnis in einer oder mehreren Personen zu erlangen. Einsam und allein sind zwei unterschiedliche Dinge. Und der Schluss, dass der der allein ist, unweigerlich einsam ist, ist schlichtweg falsch. Und umgekehrt hat man doch vielleicht auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass man sich extrem einsam fühlen kann obwohl man nicht allein ist (ich für meinen Teil kenne das gut).
Generell kann man also vielleicht sagen: Einsamkeit ist scheiße aber Alleinsein nicht zwingend. Kann es natürlich sein, wenn man eben nicht weiß wie man sich allein beschäftigt, wenn man das Gefühl hat, Dingen allein nicht gewachsen zu sein oder wenn man ein eher extrovertierter Mensch ist, der den stetigen Austausch mit anderen braucht um sich wohl und sicher zu fühlen oder Eindrücke zu verarbeiten. Das ist auch voll okay. Aber all das trifft auf mich nicht zu. Ich bin super im Alleinsein. Ich finde das sogar entspannend. Wäre ich ein Handy, wäre Alleinsein mein Ladekabel. Das war im Grunde schon immer so, nur wusste ich das Früher nicht. Weil einem ja quasi schon immer eingetrichtert wird, dass Alleinsein nicht normal ist. Schon durch das traditionelle gesellschaftliche Ideal: Mann, Haus, Kind. Als Teenager in den Sommerferien freute ich mich deshalb heimlich, noch während ich mit den Freunden am See lag, immer am meisten darauf, abends noch etliche Stunden wach zu bleiben, den neuesten Harry Potter Band zu lesen oder die Talkradio Sendung Blue Moon auf Radio Fritz zu hören.
Jetzt ist das auch noch so. Nur stehe ich jetzt halt dazu, dass der schönste Moment des Tages der ist, wenn ich mich mit dem Laptop im Bett verkrochen habe, oder etwas bastle oder backe, lese, höre… Es gibt viele Dinge die man allein tun kann. Manchmal am Wochenende, verliere ich zwei Tage lang kein einziges Wort. Ich mag das. Manchmal gehe ich sogar alleine raus. Das mag ich auch.
Das heißt nicht, dass ich ein asozialer Psychopath bin. Ich treffe andere Menschen. Jeden Tag auf der Arbeit und häufig sehe ich Freunde sogar in meiner Freizeit und habe Spaß dabei. Krass. Tatsächlich habe ich sogar mehr als einen Freund, man mag es kaum glauben. Und weil es meine Freunde sind, akzeptieren sie es wenn ich die Einladung auf einen Bier ausschlage weil ich “menschfreien Freitag” eingelegt habe.
Und klar, es gab Zeiten und es wird Zeiten geben, in denen auch ich mich einsam fühle. Aber diese Zeiten sind nicht jetzt, sie sind es schon mehrere Jahre nicht mehr. Es mangelt mir an nichts. Ich habe mir das sogar selbst so ausgesucht.
Ein weiser Mann namens Olli Schulz hat mal gesungen: Du bist so lange einsam, bis du lernst allein zu sein. Das stimmt. Aber es gibt viele Leute, die das im Grunde nie lernen. Und deshalb verstehen sie auch nicht, wie man dabei Freude empfinden kann. Dabei würden sie, wenn sie es mal probieren würden, vielleicht sogar merken, dass man alleine viel mehr schafft als man sich vorher zugetraut hat und dass es das Selbstvertrauen stärkt, zu wissen, dass man nicht immer auf andere angewiesen ist. Ich lebe gut mit der Erkenntnis, einen IKEA Kleiderschrank allein aufbauen zu können und mit der Erfahrung alleine einen 25 Kilo schweren Koffer durch das erstaunlich hügelige Großbritannien gewuchtet zu haben. Ich finde es gut, die Fähigkeit zu besitzen, mich selbst beschäftigen zu können. Ja, ich finde Alleinsein dufte. Und wenn jemand sagt: “Also allein wär mir das ja nix…”, denke ich: Dein Pech. Ich mach das jetzt: All by myself. Einfach weil ich’s kann.

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Der Daumen ist tot, es lebe der Daumen.

Ich will gleich zur Sache kommen: Ich habe keinen grünen Daumen. Wenn mein Daumen überhaupt irgendeine metaphorische Farbe hat, dann vermutlich schwarz. Schwarz und vertrocknet.
Natürlich ist das mit dem grünen Daumen ohnehin nur eine beschönigende Redewendung, die Menschen wie ich gebrauchen wenn sie sagen wollen: Ich vergesse häufig meine Pflanzen zu gießen.
Ich meine das den Gewächsen gegenüber natürlich nicht persönlich. Nein, ich mag die meisten Pflanzen sogar sehr. Ich bin eben nur nicht gut darin, ihr Leben erträglich zu gestalten. Oder zu erhalten. Nicht ohne Scham kann ich von mir behaupten, dass selbst ein Kaktus einst in meiner Obhut vertrocknet ist.
Anfangs ist der Wille natürlich noch da und ich gieße die Blume. Doch mit der Zeit wird der Griff zur Gießkanne seltener, bis er schließlich ganz ausbleibt. Wenn ich die Pflanze dann in der Mülltonne begrabe, nehme ich mir fest vor, die nächste Pflanze aber ganz bestimmt am Leben zu erhalten. Wenige Monate später, werde ich dann wieder an der Mülltonne stehen und mir das selbe vornehmen. In diesen Momenten werden vermutlich alle derzeit zum Verkauf stehenden Pflanzen von einem übernatürlichen Schaudern ergriffen. Sie kommt. Sie kommt, um einen von euch zu holen.
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Denn das Problem ist, dass ich zwar um meine Verantwortungslosigkeit  Grünerdaumenlosigkeit weiß, sie aber nicht akzeptieren will. Schon allein, weil ich grundsätzlich nämlich in der Lage bin, Verantwortung für ein Lebewesen zu übernehmen. Unseren Kater, Spot, hatte ich früher schließlich auch regelmäßig gefüttert. Wäre er nicht tot (RIP!), könnte er dies bezeugen. An dieser Stelle ist anzumerken, dass sein Tod nichts mit mangelnder Nahrungszufuhr zu tun hatte, sondern hohem Alter geschuldet war und auch erst eintraf, als ich schon ausgezogen und gar nicht mehr für die Fütterung zuständig war. Aber da seht ihr’s: hohes Alter. Das erreicht man auch als robuster Kater nicht ohne ab und zu mal gefüttert zu werden. Irgendwann würde ich das auch mit den Pflanzen schaffen.
Es traf sich nun, dass ich im Tschibo Regal im Supermarkt etwas entdeckte. Ein Aufzuchtset für Chilipflanzen – ein ausgesprochen schöner Topf, Blumenerde und Chilisamen für 4.95 Euro. Ein gutes Angebot. Von allen Gewürzen ist mir Chili nämlich das allerliebste. Zudem spielte das ein wenig in Richtung Do It Yourself. Ich mag das. Bastel deinen eigenen Christbaumschmuck, falte deine eigenen Origami Schwäne, züchte deine eigenen Kräuter. Autarkie ist damit quasi zum greifen nah.
Zu meiner Überraschung entwickelten sich aus den Samen dann auch tatsächlich winzige Pflanzen, die ihre ersten Blätter durch die Erde streckten. Es lebt Igor, es leeeeeebt. Ein erhabener Moment.
Nun galt es allerdings, die Pflanzen am Leben zu erhalten. Sie hatten Glück, denn schon bald sollte ich für knapp drei Wochen das Land verlassen und übergab die verantwortungsvolle Aufgabe des Pflanzengießens deshalb an Kumpel Z. Er schaffte es nicht nur, die Chilis am Leben zu erhalten, sondern umsorgte sogar die Basilikumpflanze, die ich kurz vor meine Abreise zur Zubereitung des exquisiten und anspruchsvollen Gerichtes “Tomate-Mozzarella” gekauft hatte, tadellos. Nachdem ich wieder die Verantwortung übernommen hatte, verendete die Basilikumpflanze quasi innerhalb weniger Minuten. Vielleicht war es Selbstmord.
Die Chilis hingegen waren an den Blätterrändern zwar etwas gelb, erfreuten sich sonst aber bester Gesundheit. Die gelblichen Blätter waren vermutlich etwas zu viel Wasser geschuldet. Zu viel! Das waren sie nicht gewohnt. Sie waren nun außerdem zu groß um alle im selben Topf zu wohnen. Auch als Chilipflanze sehnt man sich vermutlich irgendwann nach mehr Privatsphäre. Deshalb bekam jeder seinen eigenen Topf. Nun, ich sage Topf. Ich meine: von der letzten Feierlichkeit zurückgebliebene Pappbecher. Als ich sie dorthin umsiedelte, fragte ich mich allerdings, ob sich dieser Aufwand überhaupt lohnt. Würde ich die Pflanzen nicht ohnehin bald in der Mülltonne begraben müssen? Sollte ich nicht vielleicht sogar mit der Beerdigung des Basilikums warten bis auch die Chilis tot waren, sodass ich nur einmal die Treppe hinunterlaufen muss?
Nein, so konnte es nicht weitergehen! Ich dachte nach und kam zu dem Schluss, dass der größte Unterschied zwischen dem oben erwähnten Kater und all den verendeten Pflanzen die mangelnde persönliche Bindung war. Deshalb beschloss ich, den Pflanzen Namen zu geben. Ich erwog zunächst, sie nach Mitgliedern meiner Familie oder des Freundeskreises zu benennen. Sollten die Pflanzen dann allerdings doch sterben, wäre der Schock vielleicht etwas zu groß. Ich entschied mich deshalb für fiktionale Charaktere. Dann allerdings jene, für deren Tod ich auf gar keinen Fall verantwortlich sein wollte.
Darf ich vorstellen? Sherlock, John, Harry, Ron, The Doctor, Rose, Katniss und Peeta.

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So einfach. So bekloppt. So wirkungsvoll. Ich sage euch, das ist die Revolution. Die Schreckensherrschaft des schwarzen Daumens ist vorüber. Es sind zwei Wochen vergangen und die Pflanzen leben immernoch. Und glaubt mir, normalerweise wären sie jetzt tot. Aber Sherlock lebt. Harry lebt. Der Doctor lebt.
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Vielleicht ist das ja überhaupt auch der eigentliche Grund, warum man Menschen und Tiere benennt anstatt sie durchzunummerieren. Einfach weil man sich dann verantwortlicher fühlt.  Ich für meinen Teil kann das nur bestätigen. Jeden Morgen und jeden Abend gehe ich jetzt in die Küche um nach ihnen zu sehen. Besonders John entwickelt sich prächtig. Und selbst der einst einblättrige Peeta hat neue Gliedmaßen Blätter ausgebildet.
Nun weiß ich natürlich gar nicht, was ich überhaupt mit 8 Chili-Pflanzen will. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass sie tatsächlich alle durchkommen. Aber erst mal abwarten ob sich das System überhaupt auf lange Sicht bewähren kann. Langzeitstudien fehlen in diesem Gebiet ja quasi völlig. Jetzt bin ich natürlich noch zuversichtlich. Aber vielleicht sind die Pflanzen nur jetzt niedlich, wo sie noch klein sind. Und vielleicht ist meine Magenschleimhaut dem vielen Chili nicht gewachsen. Vielleicht werde ich in einigen Wochen eine Chilipflanze auf dem Parkplatz anleinen und davonfahren. Aber vermutlich nicht. Und wenn dann auf jeden Fall nicht Sherlock. Auch nicht Harry. Allerhöchstens Ron. Der wäre aber vielleicht auch bei einer rothaarigen Pflegefamilie gut aufgehoben.

Der Kreislauf von Kaufen, Sterben und Neukaufen scheint vorerst gebrochen zu sein. Der Daumen deutet in Richtung Grün. Und doch komme ich nicht umhin, mich zu fragen: Ist dies tatsächlich das Ende meiner verantwortungslosen Beziehung zu Pflanzen oder doch nur ein weiterer Schritt in Richtung Crazy Cat Lady?

Guess who’s back…

…back again. Karo’s back, tell a friend.
Hallo Online-Freunde, lange nicht gesehen! Ich wurde bereits dafür getadelt, dass auf meinem Blog nichts mehr passiert. Dieser Zustand der Inhaltlosigkeit ist mir natürlich nicht nur bewusst sondern auch ein Dorn im Auge. Aber mit dem Posten ist das ja so eine Sache, je länger man das nicht gemacht hat, desto schwieriger wird’s. Deshalb dachte ich, wir fangen erstmal locker an. Vielleicht mit einem kleinen Reisebericht, zum warm werden.
Denn wie der geneigte Follower meines Instagram Accounts eventuell bemerkt haben dürfte, hatte ich nämlich unlängst das Land verlassen. Und da wären wir ja dann auch schon bei dem Hauptgrund meiner langen Blog Abstinenz: Ich war im Urlaub. Vor dem Urlaub musste ich besagte Reise planen, und bei fast drei Wochen muss man tatsächlich einiges vorbereiten.
Zudem hatte ich Geburtstag, was mich auch immer ein bisschen stresst, insbesondere weil einen das in eine Vielzahl von merkwürdigen Sozialsituation verwickelt wie: Lächeln und nicken während einem unendlich lange Geburtstagsgrüße ausgesprochen werden oder die berühmte Ich-weiß-nicht-ob-du-mich-umarmen-oder-mir-die-Hand-geben-willst-Situation und viele viele weitere. Dann trifft man sich mit den Verwandten und vielleicht auch noch mit den Freunden, und das ist ja auch irgendwie immer nervenaufreibend.
Bevor man drei Wochen in den Urlaub geht, hat man außerdem den Anspruch, noch die ein oder andere Sache auf der Arbeit zuende zu bringen.
Diese Reise hatte im Vorfeld außerdem bereits einige Diskussionen in meinem Umfeld ausgelöst weil insbesondere meine Entscheidung diese Reise alleine zu unternehmen, Bedenken hinsichtlich meiner Sicherheit und  Fragen bezüglich meiner sozialen Kompetenz aufwarf –ich zitiere dazu zum Beispiel meine Oma wörtlich: „Hast du gar keine Freunde?“ Doch, doch, ich habe Freunde, ich habe nur keinen davon gefragt mich zu begleiten. Dann erklärt man so Sachen wie, dass es einen Unterschied zwischen allein und einsam gibt, und dass man gerne alleine ist, weil man dann eben machen oder nicht machen kann was man will und dass einen das mal aus der Wohlfühlzone rausbringt und dass alleine reisen etwas ist, das schon eine Weile auf der Bucketlist steht, da das ja wohl eine Erfahrung sein soll, die man mal gemacht haben sollte (retrospektiv stimme ich dem absolut zu). Und dass jeden Tag Menschen allein irgendwo hinfahren, wohlgemerkt in sehr viel gefährlichere Gebiete als Großbritannien und dass sich außerdem jeder auf seine Weise amüsiert. Aber all das ist manchmal doch nicht überzeugend genug und das war irgendwie anstrengend. Rechtfertigen ist immer anstrengend.

Das alles resultierte jedenfalls darin, dass ich einigermaßen gestresst war. Wenn ich gestresst bin, bekomme ich trockene Hände, die dann je nach Stresslevel an den Fingerknöcheln aufreißen (ich weiß nicht, was sich mein Körper dabei denkt). Einen Tag vor meiner Abreise fragte mich diesbezüglich ein Freund dann ob ich kürzlich in einen Straßenkampf verwickelt gewesen wäre. Nein, ich war nicht dem hiesigen Fight Club beigetreten (und wenn dann würde mir die erste Regel des Fight Clubs ohnehin verbieten darüber zu sprechen), ich war einfach nur reif für die Insel.
Glücklicherweise ging die Reise genau dorthin. Großbritannien! Heimat so vieler Dinge die ich mag (Harry Potter, Doctor Who, Digestive Milk Chocolate Cookies) und von mir ins Auge gefasstes potentielles Auswanderungsland. Eine kleine Rundreise sollte es werden: Brighton, Bath, Cardiff, Manchester, Glasgow, Edinburgh, York, London und weil es auf dem Weg liegt: Brüssel. Das Beförderungsmittel der Wahl war der Zug. Weil ich a) Züge gerne mag, b) Zugfahren und aus dem Fenster gucken entspannend finde, c) noch nicht so routiniert im Fliegen bin, dass ich es mich alleine traue und  d) auf der Fahrt nach Schottland dann das Gefühl haben würde im Hogwarts Express zu sitzen. Für die Reisen innerhalb Großbritanniens hatte ich einen Interrail One Country Pass für 313 Euro gekauft, was ich empfehlen würde falls jemand eine derartige Reise in Betracht zieht. Denn Zugfahren in GB ist sonst einigermaßen unerschwinglich.

Ich könnte jetzt natürlich einen detaillierten Reisebericht für die 17 Tage zu verfassen, aber wer hat schon die Zeit das zu lesen (oder zu verfassen). Eigentlich wollte ich ja auch unterwegs bloggen, aber dann hatte ich einfach keinen Bock. Deshalb hier die bebilderte Kurzfassung:

Persönliche Highlights (in chronologischer Reihenfolge):

  • Erfolgreich rechtzeitig aufzustehen. Mein Zug fuhr um 06.47Uhr vom Haupbahnhof ab. Ich musste um 5Uhr aufstehen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich normalerweise um 5 Uhr morgens überhaupt am Leben bin. Deshalb war die Sorge groß, den Wecker zu überhören. Kumpel Z. bot mir an, er könne mich wecken wenn er vom Feiern nach Hause kommt. Er würde mich dann sogar zum Bahnhof bringen. Mit der BVG. Das war natürlich großzügig, aber ich musste das allein hinbekommen. Hab ich ja auch geschafft.
  • In Brüssel im Hotel upgegraded zu werden, und statt des gebuchten Einzelzimmers ein Doppelzimmer mit großer Badewanne zu bekommen (Strike!)
  • In Brüssel zunächst in Panik zu geraten weil der Handy Akku leer ist, den Weg zurück zum Hotel aber doch ganz ohne Navigation zu finden und dann stolz auf sich selbst zu sein.
  • Der Pier in Brighton:
    pier
  • Das Sealife Brighton – Der Eintritt ist zwar saftig (17 Pfund). Dafür gibt es da aber lachende Rochen und echte Haie. Außerdem Automaten an denen man für ein Pfund echte Haifischzähne erwerben kann.
    rochen
  • Bath. Guckt wie froh ich da trotz Regen war:
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  • Die römischen Bäder in Bath (denen die Stadt ihren Namen verdankt). Dieses Fleckchen Erde verfügt nämlich über natürliche, heiße Quellen. Um diese herum haben die Römer eine Badeanstalt gebaut, die definitv einen Besuch wert ist:
    bath
  • Der Allgegenwärtigkeit des walisischen Wappentiers in Cardiff. Drachen sind cool.
    drache
  • Cardiff Bay und seine steinige Küste:
    cardiff
  • The Doctor Who Experience! Cardiff Bay glänzt nicht nur landschaftlich sondern beheimatet auch die Doctor Who Experience, eine Ausstellung die das Herz eines jeden Whovians höher schlagen lässt. Zwischen diversen TARDISes, Kostümen und Cybermen, fühlt man sich, als wäre man im Nerdvana. Das eigentliche Highlight ist allerdings der Teil der Ausstellung, in dem keine Fotos und Videos erlaubt sind. Ich sage nur so viel: Ich habe die TARDIS gesteuert und war auf dem Heimatplaneten der Daleks, Skaro, der nicht so verlassen war, wie man es sich wünschen würde.

    in der tardis

    In der TARDIS

  • Museum of Science and Industry in Manchester, das man eigentlich eher als Museumskomplex bezeichnen könnte, da es sich über mehrere Gebäude erstreckt und das einen sehr guten Eindruck davon vermittelt, wie es sich in Manchester in Zeiten der industriellen Revolution gelebt hat. Der Eintritt ist übrigens umsonst. Auch die derzeitige Sonderausstellung zum 3D Druck ist sehenswert. Hier zum Beispiel ein gedrucktes menschliches Herz:
    herzgedruck
  • Die Zugfahrt nach und von Schottland war ausblickstechnisch schon recht nett.
    landschaft
  • Kelvingrove Art Gallery and Museum. Ich war eigentlich nur hereingegangen weil ich auf dem Weg zur University of Glasgow auf die Toilette musste. Ich blieb allerdings dann doch 2 Stunden in diesem Museum, das sich mit schottischer Geschichte ebenso beschäftigt wie mit der naturwissenschaftlichen Entwicklung des Planeten. Außerdem beheimatet es unter anderem einen Original Dali und Werke anderer großer Künstler wie van Gogh und Monet. Eigentlich hätte man allein in diesem Museum einen ganzen Tag verbringen können. Und vor allem: für lau.
  • The University of Glasgow sieht aus wie Hogwarts!
    university
  • Calton Hill in Edingburgh – einfach nur wegen des schönen Ausblicks:
    calton hill
  • Edinburgh Castle, das majestätisch über der Stadt thront und zudem noch mit einem spektakulären Ausblick aufwarten kann:
    castle
  • Steak and Ale Pie bei Moms Great Comfort Food in Edinburgh. Falls man mal wissen möchte, wie schottische Muttis kochen, ist das die richtige Adresse. Von der Nachricht, dass deutsche Muttis eigentlich nie Pies mit Fleischinhalt kochen, war man hier übrigens recht überrascht.
  • Londons Towerbridge. Wie man vielleicht weiß, ist die Tower Bridge seit kurzem teilweise mit einem Glasfußboden aufgestattet. Selbigen zu betreten hat mich allerdings unendlich viel Überwindung und eine mächtige Panikattacke gekostet. Ich hätte mir beinahe in die Hose gemacht, aber war dann umso stolzer, dass ich es mich doch getraut habe.
    bridge
  • Überhaupt: London!
    london
  • Muggle Tours. Da ich bei meinem letztjährigen Besuch in London mit meiner Schwester bereits die Leavesden Studios besucht hatte, aber Großbritannien nicht ohne Potter Content verlassen wollte, habe ich eine Harry Potter Tour durch London gebucht, die sich als eines der besten, wenn nicht als das beste Erlebnis der gesamten Reise herausstellte. Unser Tourguide, Steph Black, führte uns an ehemalige Filmsets, zu Orten, die JK Rowling inspiriert hatten, wartete mit Hintergrundinformationen auf und teilte die Gruppe während der U-Bahn Fahrt in die jeweiligen Hogwartshäuser ein (in meinem Fall: “Ravenclaw with a hint of Gryffindor”). Sie stellte zudem allerlei knifflige Fragen, die ich recht häufig beantworten konnte, was mir einmal sogar ein leises “Wow!” aus der Gruppe einbrachte. Das ist eine schöne Abwechslung zu der Reaktion die ich hier oft zu hören bekomme: “Warum merkst du dir denn diesen Scheiß?”. Steph ließ uns außerdem am U-Bahnhof Westmister einmal laut Expecto Patronum rufen, was die Passanten zwar verwirrte, mir aber ausgesprochen gut gefallen hat – insbesondere weil einen die Gruppenmitglieder nicht verurteilt haben.

Worauf ich hätte verzichten können:

  • Belgische Fritten – schmecken nicht anders als hier.
  • Hostelpoint Brighton. Man erwartet natürlich kein 5 Sterne Hotel, wenn man ein Zimmer in einem Hostel bucht. Was ich aber erwarte ist, dass ich mich nicht ekeln muss, wenn der unbekleidete Fuß den Fußboden berührt. Habe nach einer Nacht ausgecheckt und mir ein gemütliches kleines Doppelzimmer im YHA Brighton gebucht (zu empfehlen).
  • Das Wetter in Brighton: Erster Tag: Regen. Zweiter Tag: Zwar Sonne, aber Wind. Mindestens Windstärke 1000:
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  • York. Ich hatte mehrfach gelesen, dass man York bei einer GB Rundreise auf keinen Fall auslassen sollte. Mir ist allerdings nicht ganz klar warum. Ich persönlich fand die Stadt äußerst unspektakulär. Aber letztendlich hatte die Stadt von vornherein schlechte Karten. Auf meiner Route zwischen Edinburgh – wo ich gern noch länger geblieben wäre- und London – wo ich unbedingt hinwollte – gelegen, hatte sie ohnehin verspielt.
  • Wenn man doch mal in York ist, sollte man auf jeden Fall keine Bootstour machen, weil man vom Boot aus nämlich überhaupt nichts von den spärlich gesähten Sehenswürdigkeiten sieht.
  • Sonnenbrand. Von einem Urlaub in GB hätte ich das nun wirklich nicht erwartet.
  • Zwischenstopp in Köln. Ganz ursprünglich hatte ich sogar geplant auch hier noch einen Nacht zu verbringen, hatte die Buchung aber dann gecancelt. Dennoch hatte ich einen 3 stündigen Aufenthalt eingeplant, um mir Dom und Umfeld anzuschauen. Aber irgendwie hat mich das nicht so wirklich beeindruckt. Eventuell lag das aber daran, dass ich Großbritannien eigentlich gar nicht verlassen wollte und etwas schwermütig war, als ich wieder in Deutschland war.
  • Zugfahren bei Dunkelheit ist an Langweiligkeit kaum zu überbieten. Insbesondere wenn der Zug durch die vollkommenen Lichtlosigkeiten Brandenburgs rollt.

Was ich gelernt habe:

  • Der Sicherheitscheck für den Eurostar verläuft ähnlich wie am Flughafen, nur weniger gründlich (kam mir zumindest so vor).
  • Die Fahrt mit dem Eurostar von Brüssel nach London dauert 2 Stunden, von denen man sich lediglich 20 Minuten im eigentlichen Tunnel befindet (40 Meter unter dem Meer).
  • Auf dem Klo im Eurostar hängt die Mona Lisa.
  • Die Bänke in Parks sind in Großbritannien meist mit Widmungen versehen, was mitunter ziemlich herzzerreißend ist:
    DSC_0231
  • Die Busse in Bath (und auch anderswo in GB) halten nur an, wenn man sie heranwinkt und außerdem werden die Stationen nicht angesagt, was äußerst ungünstig ist wenn man zwar weiß, wie die Station heißt, aber nicht wie sie aussieht. Insgesamt bin ich deshalb bereits in der ersten Stunde meines Aufenthalts 3 Mal an der falschen Haltestelle ausgestiegen.
  • Die alten Römer hatten schon Fußbodenheizung. Der eigentliche Fußboden lag auf den Türmchen und in die Zwischenräume wurde heißer Dampf geblasen. Die Römer hatten es schon ziemlich drauf.
    heizung
  • Die Hauptzutat eines britischen Frühstücks ist Fett.
  • Manchester ist überhaupt nicht so hässlich wie immer alle behaupten. Beweisstück A:
    manch
  • Die Londoner Brücken, über die im 5. Harry Potter Film hinweggeflogen wird, sind in der falschen Reihenfolge.
  • Die Züge in GB sind nicht so komfortabel wie die der DB. Außerdem gibt es viele verschiedene Zuggesellschaften, anders als bei uns. Am schönsten fand ich die Züge von First Great Western, am unkomfortabelsten waren die von Southern Railway.
  • Restaurantbesuche und Lebensmittel sind sehr viel teurer als hierzulande. Am günstigsten kann man sich unterwegs mit dem in den meisten Supermärkten angebotenen Meal Deal – Sandwich, Getränk und ein bisschen Obst für 3 Pfund – ernähren.
  • Ich würde jederzeit wieder allein verreisen.

P.S. God save the queen and mind the gap.

 

No honey, no fun.

Ich blogge ja normalerweise nicht viel über meine Arbeit. Vor allem weil es unter den Kollegen einige Mitleser gibt. Nun ist allerdings in der bürointernen Küche etwas geschehen, etwas so Unglaubliches und Schreckliches, dass ich nicht länger schweigen kann. Ja, die ganze Welt soll es erfahren: Jemand hat meinen Honig gestohlen.
Doch damit nicht genug! Die Flotte Biene Quetschflasche wurde nicht nur unrechtmäßig genutzt, sondern sogar vollständig geleert und dann auch noch wieder zurück ins Regal gestellt. Selten hat man so viel kriminelle Energie gesehen.
Ja, natürlich hört man immer mal wieder von Lebensmitteldieben in Unternehmen – mehr als einmal wurde man gewarnt. Aber man denkt ja doch nicht, dass es einen mal selbst treffen könnte. Denn hier arbeiten ausschließlich rechtschaffende, ausgeglichene und zufriedene Bürger.

Und doch hatte ich schon länger das Gefühl, dass sich jemand ungefragt an meinem Honig bediente. Ich erwog bereits, den Honigstand mit einem Stift zu markieren, verwarf den Plan aber schnell weil ich mir dachte: Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder jedem misstraut. Aber heute morgen, als ich meinen Pfefferminztee verfeinern wollte, war die Flasche dann plötzlich leer obwohl sie gestern noch zu einem Viertel gefüllt gewesen war. Nur ein paar Spritzer konnte ich ihr entlocken, was erstens ein ekliges Furzgeräusch gemacht und mich zweitens auf einer sehr ursprünglichen Ebene zutiefst traurig gestimmt hat. Denn die Fixierung auf Pfefferminztee mit Honig ist tief in meiner Psyche verwurzelt und für mein Wohlbefinden von elementarer Bedeutung. Meine Mutter hatte mir oft Pfefferminztee mit Honig zubereitet. Zudem kommt das Getränk auch auf der zweitbesten Benjamin Blümchen Hörspielkassette, “Otto ist krank”, vor (die beste ist übrigens „Der Weihnachtstraum“), die ich immer Pfefferminztee schlürfend gehört hatte, wenn ich selbst krank war, während meine Mutter mir ab und zu kleingeschnittenes Obst ins Zimmer brachte. Pfefferminztee mit Honig – das steht für Geborgenheit und Wärme. Und jetzt sehen wir, wohin der Glaube an die Ehrlichkeit meiner Mitmenschen mich gebracht hat: Pfefferminztee ohne Honig.

Wie vom Donner gerührt stehe ich da, fassungslos ob dieser erschreckenden, gefühlskalten Tat. Die Erkenntniss, dass die Welt böse und kalt ist bricht über mich herein. Hat der Honigdieb etwa noch nie die Werbung gegen Onlinepiraterie gesehen? STEALING. IS. AGAINST. THE. LAW! Mal ganz davon abgesehen, dass es umgangsprachlich gesprochen einfach sau assig ist. Der Honigdieb fände es vermutlich auch gar nicht mal so gut, wenn ich seinen Käse futtern und dann die leere Packung wieder zurück in den Kühlschrank schmeißen würde. Oder den von Mudder gekochten Eintopf essen und dann die ausgeleckte Tupperdose wieder zurück ins Fach stellen würde. Aber vermutlich lagert der Honigdieb selbst gar keine eigenen Lebensmittel im Büro. Er oder sie klaut sich seine Malzeiten aus den angebrochenen Lebensmittelpackungen der anderen Mitarbeiter zusammen – mal eine Scheibe Salami, mal ein Toastbrötchen, dann wieder einen Löffel Honig und dann eine kleine Portion Frischkäse. Ein Büroparasit quasi. Unbemerkt. Blitzschnell. Lautlos – es kann jeden treffen.
Gutmütige Menschen gehen indes vielleicht von einem Versehen aus. Aber ich halte eine Verwechslung für ausgeschlossen. Denn der Honig war büroüblich mit meinen Initialen beschriftet. Und es gibt in der Firma keine andere Person mit den gleichen Initialen und selbst wenn, müsste diesem jemand ja aufgefallen sein, dass er den Honig, der mit seinen Initialien beschriftet ist, gar nicht selbst gekauft hat. Ein vorsätzliches Verbrechen also.

Gerne würde ich Überwachungskameras in der Küche installieren oder Fingerabdrücke nehmen und von der Kripo auswerten lassen. Aber ich befürchte, das würde irgendwelche Persönlichkeitsrechte einschränken. Ebenso gern würde ich Sherlock Holmes verständigen, der vermutlich anhand der, auf dem Küchenboden zurückgelassenen Fußabdrücke, die eine Art von Sand enthalten, die nur im südlichen Teil Berlins vorkommt und der Tatsache, dass Kollege XY, der aus dieser Region stammt, plötzlich sehr glänzendes Haar hat, kombinieren, dass dieser Kollege meinen Honig für die Anfertigung einer Honig-Haarspühlung verwendet hat. Aber Holmes ist fiktional – irgendwas ist halt immer.
Ich stelle die leere Honigflasche deshalb zurück ins Regal und versehe sie mit der Nachricht: Lieber Honigdieb, bitte auffüllen. ASAP! Danke. Aber ich mache mir nichts vor, wer so skrupellos ist, lässt sich von einer passiv-aggressiven Notiz nicht einschüchtern.
Dabei wäre es gar nicht nötig gewesen, kriminell zu werden. Denn wer mich gefragt hätte, hätte den Honig natürlich auch so benutzen können. Ich bin kein Unmensch. Wer in großer Not (leichte Halsschmerzen, stumpfes Haar, Abneigung gegen Zuckerwürfel) nach Honig fragt, dem werde ich ihn nicht vorenthalten. Außer natürlich dem Honigdieb. Er oder sie hat für immer sein Recht auf meinen Honig verwirkt. Insbesondere durch das Zurückstellen der leeren Flasche, was ich als blanke Provokation empfinde. Ich an seiner Stelle würde zukünftig auch mal im Auge behalten, ob der Honig mit der Beschriftung KH nicht zufällig Abführmittel enthällt. Denn wie wusste schon Stromberg: Büro ist Krieg.

2 in 1 Blogstöckchen: Blogger und Bücher

So, es ist wieder soweit: Blogstöckchen! Und diesmal sogar zwei Stück. Eins von Mama007 zum Thema Bloggen und eins von Robin, die gerne wissen möchte, was ich 2015 lesen werde (ja, der Stock liegt schon eine Weile bei mir…) Und weil ich faul bin Platz effizient nutze, werde ich beide in einem Artikel beantworten.
Ich habe ja generell gemischte Gefühle bezüglich dieser Stöckchen, einerseits freue ich mich, wenn jemand an mich denkt (Danke, ihr beiden!) auf der anderen Seite weiß ich nie, an wen ich das jetzt weiterreichen kann. Denn erstens lese ich nicht übermäßig viele Blogs und zweitens gibt es halt einige, die sowas generell nicht machen, und drittens haben manche halt einfach grad keinen Bock und manche haben (viertens) dieses spezielle Stöckchen schon mal beantwortet. Ich beantworte die die Stöckchen jetzt aber trotzdem. Weil beworfen ist beworfen und wer Stöckchen nicht beantwortet, frisst Babykätzchen. So.

Blogstock 1: Bloggen.

Das Stöckchen, das mir die liebe Mama007 zugeworfen hat, beinhaltet ein paar bloggerspeziefische Fragen. Einige von denen, habe ich mir übrigens selbst schon öfter gestellt.

Gibt es jemanden, der dich zum Bloggen inspiriert hat?
Ja, einige. Alle die sowas sagten wie: “Ey schreib dit doch mal uff!” Aber vor allem meine liebe Freundin Carla, die einen eigenen Blog hat, woraufhin ich mir dann dachte: Hey, das will ich auch.

Was sind die Blogs, die du am regelmäßigsten liest, und warum?
Die Blogs aus meiner Blogroll (und manchmal klicke ich mich dann auch durch die Blogrolls der Blogs aus meiner Blogroll). Das Warum kann ich nicht pauschal beantworten, entweder ich kenne die Blogger persönlich, oder ich mag den Content einfach. Allerdings müsste ich auch mal ausmisten, weil einige dieser Blogs nicht mehr aktualisiert werden *schaut tadelnd in die Runde*.

Findest du, dass Bloggen eine heilsame Wirkung hat?
Absolut. Manchmal vielleicht sogar ein bisschen zu sehr, denn es ist ab und zu mal so, dass mich ein Thema, das mich eben noch total aufgeregt hat, nach dem Bloggen eigentlich gar nicht mehr interessiert.

Hast du nur einen, oder noch andere Blogs? Wenn ja, warum?
Ich habe mal versucht einen Harry Potter Blog zu betreiben, das Projekt war aber aus Zeitmangel eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt. Generell hätte ich aber schon Lust einen nerdigen Blog (nicht nur für Harry Potter Content) zu betreiben. Falls ich irgendwann mal reich und/oder arbeitslos bin, werde ich das auch tun (oder auf diesem Blog einfach mehr in die Richtung posten). Ansonsten habe ich noch einen dieser neumodischen tumblr Blogs, der aber in meinem Fall nur ein Sammelsurium dessen ist, was ich lustig, schön, oder cool finde. (Sagt man heutzutage eigentlich noch cool?)

Würdest du deinen Blog auch löschen? Aus welchem Grund?
Löschen nicht, aber ich werde ihn vermutlich irgendwann offline nehmen. Wenn ich einfach keinen Bock mehr zum Bloggen habe beispielsweise. Es könnte aber auch einfach aus einer Laune heraus geschehen (so wie man plötzlich den Drang verspührt, seine Ex-Freunde aus seiner Facebook Freundesliste zu entfernen). Oder wenn ich mich persönlich nicht mehr mit dem identifizieren kann, was ich hier schreibe. Manchmal entwickelt man sich ja irgendwann in eine andere Richtung.

Wie hälst du es mit der Privatsphäre? Hast du darüber nachgedacht, wieviel du warum preisgibst?
Klar, da denkt jeder drüber nach. Ich stelle mir dazu immer vor, dass der Leser des Blogs jemand ist, den ich gerade auf einer Party kennengelernt habe, und mit dem ich mich so gut verstehe, dass ich jetzt den ganzen Abend mit ihm Bier trinkend auf der Couch sitze und mich unterhalte. Die Frage, die ich mir stelle ist also: Würde ich das dem imaginären Partybesucher erzählen oder nicht? Wenn die Antwort ja ist, kann es veröffentlicht werden.
Genaugenommen würde ich jemandem, den ich auf einer Party kennenlerne vielleicht sogar mehr erzählen, weil ich hier auf dem Blog bestimmte Themen ausschließe, weil bestimmte Personen mitlesen.

Würdest Du einen Kooperationsblog gründen? Mit mehreren Bloggern? Oder schreibst du lieber ausschließlich allein?
Generell mache ich ziemlich viel lieber allein, bloggen inklusive. Obwohl so ein Kooperationsblog natürlich auch eine spannende Sache sein könnte. Gründen würde ich ihn allerdings nicht, ich würde mich höchstens anschließen.

Was sind die schlechtesten Blogs, die du kennst? Warum?
Twilight Gurls. Der Blog wird allerdings (und vermutlich zum Wohle der Menschheit) nicht mehr aktualisiert und ich weiß ich auch nicht genau, ob das ein Troll-Projekt war, oder ob jemand tatsächlich so dämlich sein kann. Meine „liebsten“ Artikel sind Why Harry Potter kinda sucks und Harry Potter is a Facist Dictator!!!
Notiz: Dass ich diesen Blog dämlich finde, heißt nicht, dass ich generell denke, dass alle Twilight Fans blöd sind. Kann ja jeder mögen, was er will. (Obwohl die Filme m.E. schon ziemlich dämlich sind. Die Bücher hab ich allerdings nicht gelesen und kann deshalb keine qualifizierte Meinung abgeben.)

Ich gebe diese Fragen einfach mal ungefiltert an die Robin weiter (Stocktausch). Go, go, go!

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Blogstock 2: Bücher

eben erwähnte Robin hatte mir dieses Stöckchen zugeworfen und zwar nach eigener Aussage, weil sie sich davon Inspriation für ihre eigene to-read Liste erhofft.
Primär möchte ich es in diesem Jahr eigentlich nur schaffen, die Bücher zu Ende zu lesen,  die ich begonnen habe. Denn ich habe die unsägliche Angewohnheit, mehrere Bücher gleichzeitig zu lesen. Was den Nachteil hat, dass man das Erfolgserlebnis, die letzte Seite eines Buches zu lesen, in sehr viel größeren Zeitabständen genießen kann, allerdings den Vorteil hat, dass man den Lesestoff seiner Stimmung anpassen kann. Die Frequenz mit der ich ein bestimmtes Buch dann in diesem Wechselspiel lese, variiert dabei außerdem. Im Moment sind so knapp 10 Bücher in meiner Leserotation, am häufigsten greife ich allerdings zu diesen 5:

E.B. White – Essays of E.B. White
Mr. White ist vielleicht einigen bekannt als der Schöpfer von Stuart Little. Darüber hinaus hat er allerdings auch Essays für den New Yorker geschrieben, die sich dementsprechend an ein erwachsenes Publikum richten. Ich hatte diese Sammlung irgendwann mal auf einer Buzzfeed-Liste gefunden und dann spontan gekauft, weil mir grad nicht nach einem Roman war. Bereut habe ich es nicht. Sie sind witzig und haben Tiefgang, eine Kombination die nicht übermäßig oft anzutreffen ist.
Ich habe normalerweise keine Schwierigkeiten englische Bücher zu verstehen, aber hier musste ich mal das eine oder andere Wort nachschlagen, was ich allerdings als positiv, weil Lernerfolg für mich, verbuche.

Shaun Usher (Herausgeber) – Letters of Note: Correspondence deserving of a wider audience
Wie man aus dem Titel schon ableiten kann, handelt es sich dabei um Briefe von mehr oder minder wichtigen Personen und Persönlichkeiten. Zum Beispiel findet man darin einen Brief mit (Backrezept) den die englische Königin dem amerikanischen Präsidenten geschickt hat. Ich hatte das in der Printversion mal bei Dussmann entdeckt und dann auf meine to-read Liste gesetzt. Gekauft habe ich dann allerdings die Version für den kindle, was ich ein bisschen bereue. Aber nur ein bisschen, denn die Printversion ein bisschen zu groß um sie abends im Bett zu lesen.

Stephen Hawking – Eine kurze (illustrierte) Geschichte der Zeit – Das Buch müsste ja eigentlich jeder kennen und auch wenn man es nicht gelesen hat, weiß man vermutlich worum es geht. Was ich allerdings nicht erwartet hätte ist, dass dieses Buch tatsächlich sehr unterhaltsam ist. Ich bin allerdings erst innerhalb des dritten Kapitels. Wer weiß, ob ich gegen Ende des Buches überhaupt noch was verstehe. Und ja, ja, ich hab die Version mit den bunten Bildchen genommen. Aber die sieht halt auch schöner aus, fast wie ein Physik-Lehrbuch aus der Schule. (Falls ihr euch fragt, wieso ich Schulbücher nicht ätzend finde: Meine Eltern sind Lehrer, das ist also genetisch bedingt).

Lilly Nielitz-Hart, Simon Hart – Kulturschock Großbritannien
Ich werde in diesem Jahr knapp drei Wochen in GB verbringen und dachte mir, da könnte man sich mal ein bisschen belesen. Hintergrundwissen kann schließlich nie schaden.
Obwohl ich dieses Buch im Reiseführer Regal von Dussmann gefunden habe, behandelt es nicht das schnöde „Nehmen Sie die U-Bahnlinie Soundso um zum Big Ben“ sondern ist so angelegt, dass man tatsächlich was über Geschichte, Kultur und Alltag erfährt. Find ich gut!

John and Carole Barrowman – I Am What I Am
Ich nehme an, die meisten von euch wissen nicht wer John Barrowman ist – ist auch nicht schlimm. Ich kenne ihn aus Doctor Who, wo er Captain Jack Harkness spielt, aber ich habe dann schnell festgestellt, dass er außerdem Sänger, Musical-Star, Moderator und Kinderbuchautor ist. Außerdem nebenberuflich ein extrovertierter, hyperaktiver Springball. Barrowman ist der geborene Entertainer, oder wie er es selbst ausdrückt: “Being an entertainer has always been more than a career choice for me: my double helix is a treble clef in a belt with sparkles.
I Am What I Am ist schon das zweite Buch, in dem Barrowman aus seinem Leben erzählt (aufgeschrieben hat es allerdings seine Schwester Carole), das erste (Anything Goes) habe ich aufgrund des hohen Unterhaltungswertes regelrecht verschlungen, vermutlich auch, weil ich insgeheim gerne selbst ein bisschen mehr John Barrowman wäre. Mehr Selbstbewusstsein, mehr Lebensfreude, mehr glitzernde Anzüge!

Wie man sieht, sind in der Top 5 keine Romane zu finden, ab und zu les ich aber mal welche. Aber für diese Leserotation machen sich kürzere Geschichten einfach besser.

Und für den unwahrscheinlichen Fall, dass das Jahr dann noch nicht vorbei ist, fange ich eines der Bücher an, die ich gekauft aber noch nicht gelesen habe: Genevieve Cogman – The Invisible Library, Marcus Sakey – Die Abnormen und Andrew Hodges – Alan Turing: The Enigma. Aber ich vermute, die zählen dann eher zu meinen Buchvorsätzen 2016.

Ich hoffe, da war was dabei, Robin ;)

Und jetzt, fliegender Wechsel: Ich reiche das Buch-Blogstöckchen an Mama007 weiter. (Stocktausch!)

Vielleicht hat ja auch einer unter den Herren und Damen Querkeks oder Thorgefährlich Lust, das Blogger- oder das Bücherstöckchen zu fangen? Hmmm?

(Ansonsten freue ich mich auch über jegliche Buchempfehlungen oder Gedanken zum Bloggen in den Kommentaren).

Over and out.

Aus dem Interweb (4): Blau, ey!

Das Internet ist mal wieder in Aufruhr – sicherlich habt ihr es schon bemerkt. In eurer Facebooktimeline oder eurem Twitterfeed, auf allen größeren News-Seiten, auf eurem Tumblrdashboard, sogar Radio und Fernsehen (vermutlich) wissen Bescheid –  und überall wird heiß diskutiert. Aber nicht Politik, Terror, oder Naturkatastrophen erregen derzeit die Gemüter, sondern ein Kleid.
Begonnen hatte das Ganze auf tumblr, der Quelle aller internetlichen Obskuritäten. Dort hatte User Swiked ein Bild von einem Kleid gepostet, das offenbar magische, realitätsverändernde Fähigkeiten besaß, denn seine Farbe änderte sich, je nach Betrachter. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass ihr es heute noch nicht gesehen habt, hier ist es.

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Es ist eindeutig Blau-Schwarz, nicht wahr? Für mich zumindest. Aber für euch vielleicht nicht. Denn offenbar sieht der eine Teil der Menschheit es Weiß-Gold und die andere Blau-Schwarz. Das konnte ich nicht glauben, denn für mich ist es klar wie Kloßbrühe, dass dies ein blaues Kleid mit schwarzer Spitze ist. Wo zur Hölle soll das Ding weiß sein?
Ganz eindeutig würden alle Menschen, die anderes behaupten lügen, dachte ich heute Morgen noch.
Ich zeigte das Foto meiner Kollegin. “Weiß-Gold”, war ihre Antwort. WHAT? War dies ein riesiger Flashmob, in den ich nicht eingeweiht war? Fragte deshalb nun weitere Kollegen. Drei sagten es ist Blau-Schwarz, einer sagte es ist Rot-Blau, aber der ist farbenblind und hat offenbar nur gemutmaßt. Weitere Befragungen ergaben, dass es sich nun auch weitere Kollegen in die Gruppe Weiß-Gold einordneten. Plötzlich sind die Weiß-Gold-Seher sogar in der Überzahl.
Das Geschlecht ist dabei übrigens vollkommen unerheblich (was meine erste Vermutung gewesen wäre). Postete das Bild nun in den Familien Whatsapp-Chat, denn bestimmt hatte das mit genetischer Veranlagung zu tun. Meine Schwester sieht Blau und Braun (?), was sich zumindest ansatzweise mit meiner These deckt – und ist ebenso verwirrt wie ich (was sich zu 100% mit meiner These deckt). Meine Mutter hingegen sieht Weiß-Gold, und zwar eindeutig. Mein Bruder wiederum meinte, wir sollen aufhören den Chat vollzuspammen. (Wissenschaftliche Neugier mit Banalitäten zu verknüpfen wird also ebenso wie die Farbwahrnehmung vermutlich nicht vererbt.)

Mitlerweile ist übrigens mittels Bildbearbeitungs- und Analysetools klar: Das Kleid ist blau und schwarz. HA!
Das ändert aber nichts am Problem. Denn offenbar gibt es hier irgendeine Art von Wahrnehmungsverschiebung, die sich bisher (Stand, 27.02.2015, Mittagspause) niemand vollständig erklären konnte. Ein, vom Magazin Wired befragter, Wissenschaftler erläutert allerdings, dass unser Gehirn bei Tageslicht Farbkorrekturen vornimmt. Manche filtern Goldtöne heraus (die Blau-Schwarz-Seher) und manche Blautöne. Aber die Frage ist doch: Wieso filtern wir unterschiedlich und was filtern wir noch alles anders?
Dass Farbwahrnehmungen varriieren, wissen wir eigentlich ohnehin. Wir erinnern uns zum Beispiel an den Bio-Unterricht und die Stäbchen und Zapfen. Wer sich schon mal mit Linguistik beschäftigt hat, hat vielleicht auch schon von der nicht unumstrittenen Sapir-Whorf-Hypothese (nein, nicht der von Star Trek) gehört, die besagt, dass Sprache das Denken formt. Heißt also, wenn deine Sprache keinen Begriff für eine Farbnuance hat, kennst du auch die Farbe nicht.  Aber es ist ja auch nicht so, dass wir hier diskutieren würden ob es eher Karmin- oder Magentarot ist. Weiß und Blau und Schwarz und Gold sind ja doch recht unterschiedliche Farben. Vollkommen unterschiedlich sogar. Mich wirft das aus dem Konzept, denn ich war, zapfenanzahl- und sapirwhorfunabhängig davon ausgegangen, dass wir uns in bestimmten Farbansichten einig sein müssen. Aber vielleicht ist Gras ja gar nicht grün, wie ich immer dachte. Und vielleicht war Eddie Redmaynes Anzug bei der Oscarverleihung gar nicht Blau-Schwarz sondern Weiß mit goldenem Kragen.
Meine Realität ist offensichtlich nicht deine Realität. Fortan wird die Menschheit gespalten sein in Team #blackandblue und #whiteandgold. Und ich weiß, man muss tolerant gegenüber allen Farbwahrnehmungen sein, aber: Es ist eindeutig BLAU!

#weilwirdichlieben

Jung, witzig, am besten viral und mit diesem Rautezeichen, das jetzt immer alle benutzen –  So in etwa hat sich die BVG wohl ihre Social Media Kampagne vorgestellt. Unter #weilwirdichlieben sollen die Berliner ihre schönsten BVG-Erlebnisse teilen, damit die Berliner Verkehrsbetriebe ihr Image mal gehörig aufpolieren können. Soweit zumindest der Plan…

Wer auch immer sich diese Kampagne ausgedacht hat, ist entweder noch nie mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren oder noch nie in Berlin gewesen. Denn wir alle wissen doch: Der Berliner und die BVG haben doch eher ein, sagen wir mal, angespanntes Verhältnis. So wie eigentlich jede Großstadt ein angespanntes Verhältnis zu ihrem Nahverkehr hat. Aber nicht nur das. Erst zu Jahresbeginn hatte die BVG die Ticketpreise angehoben, wie immer ohne den Service zu verbessern. Und nun bittet man tatsächlich um Lobeshymnen. Ernsthaft?

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Es ist jedoch keineswegs so, dass der Hashtag ungenutzt bleibt. Man tweetet in der Tat sogar recht fleißig. Eben über all das, was die BVG so speziell macht. Über Kotze und Pisse. Über Ausfälle und Verspätungen. Über unsymmetrische Fensteraufkleber und sardinenbüchsenartige Zustände. Ja, es fegt ein waschechter Shitstorm über die BVG hinweg – so schlimm, dass man eigentlich gar nicht hingucken will weil es beinahe schon physisch weh tut. Nein, man möchte derzeit wirklich nicht im Social Media Team der BVG arbeiten – mit ziemlicher Sicherheit wurde dort in den letzten zwei Tagen geweint.

Wie jeder Ortsansässige habe ich selbst natürlich die BVG in der Vergangenheit bereits als ‘Saftladen’ bezeichnet. Sogar schon oft. Erst gestern zum Beispiel, als ich dank einer ausgefallenen U-Bahn nicht mehr in die nächste überfüllte Bahn mit reingepasst habe. Oder letztes Jahr, als mir der Fahrkartenkontrolleur eröffnete, dass man bei meiner innovativen FahrCard vergessen hatte meine Kundendaten zu hinterlegen, sodass ich nur eine bunte Plastikkarte ohne Daten vorzeigen konnte – was übrigens, laut Auskunft des Kontrolleurs, bei der Hälfte der Abokunden ebenfalls der Fall war. So ein kleiner Fehler kann einem natürlich mal passieren…kein Problem.
Auch plötzlich ausfallende Linien und Scheißehaufen auf Sitzplätzen erregen mitunter mein Gemüt. Kurzum, ich rege mich ungefähr wöchentlich über die BVG auf. Macht man halt so. Ist ja auch besser, als den Ärger runterzuschlucken.
Natürlich ist mir aber dabei vollkommen bewusst, dass das der Inbegriff eines anderen populären Hashtags ist: #firstworldproblems.
Wir haben es schon ganz gut hier, rein objektiv betrachtet. In meinem Heimatdorf fahren am Wochenende nur 3 Busse. In Worten: drei. Aber sowas vergisst man natürlich ganz schnell und gewöhnt sich an einen gewissen 5-minütigen Standard. Und was die Kotze und Kacke betrifft…Nun, die findet man hier ja auch außerhalb von Zügen, Trams und Bussen. Liegt vermutlich dann also eher an Berlin als an der BVG…

Nichtsdestotrotz ist es vielleicht ein bisschen vermessen zu fragen, was man an der BVG liebt. Der Sinn aller Verkehrsmittel ist es schließlich, einen von A nach B zu befördern. Das Wort ‘lieben’ verwendet man ja doch eher in einem anderen Kontext. Familie. Freunde. Lebensabschnittsgefährten. Zu sagen, ‘Ich liebe die BVG’, ist ein bisschen als ob man sagt: ‘Ich liebe Verdauung.’ Macht man nicht. Denn die Verdauung ist halt da und man ist auf sie angewiesen… Aber lieben…das geht dann halt ein bisschen zu weit. Ich habe auch selten jemanden sagen gehört: ‘Meine Verdauung, die funktioniert heute mal wieder tadellos!’, oder ‘Weißte noch das eine Mal, als ich das Schnitzel gegessen hab und mein Körper das einfach alles korrekt verdaut hat? Das war super!’
Nee, läuft so nicht. Man spricht darüber nur, wenn es Probleme gibt, und dann muss auch alles ganz schnell raus. Eben genau so wie mit der BVG. Und mit dem #weilwirdichlieben hat man den Berlinern quasi eine goldene Kloschüssel ins Bad gestellt. Man hätte ahnen müssen, dass sie sie auch benutzen. Die BVG hat auch schon getweetet, dass der Input ‘gesammelt und aufgearbeitet’ wird. Dabei wünsche ich viel Spaß!

Wenn ich abschließend noch einen ernstgemeinten Verbesserungsvorschlag machen dürfte: Ich bin dafür, dass in den U-Bahnen mehr Stormtrooper eingesetzt werden. Leider habe ich nämlich in den 7 Jahren, die ich jetzt schon mit der BVG fahre, nur einmal einen gesehen.

stormtrooper

Einmal 1985 und zurück, bitte.

Grad hatte man sich daran gewöhnt, 2014 zu schreiben, da ist es auch schon wieder vorbei. BÄMM. Silvester. BÄMM. 2015.
Ich habe nichts gemacht zu Silvester, weil ich der Silvester-Grinch bin. Trotzdem habe ich einiges an Sekt getrunken (man gönnt sich ja sonst nichts) und war grundlos bis um 6 Uhr wach. Mein Neujahrstag war also genauso zur Nutzlosigkeit verdammt wie der der Partygänger. Das wundervolle am Neujahrstag ist ja, dass es voll okay ist, nichts sinnvolles mit dem Tag anzufangen, weil sowieso die halbe Nation verkatert ist und auf der Couch rumliegt. Aber als ich so gegen 20 Uhr aufgestanden war, fragte ich mich dann doch, was ich jetzt noch mit dem angebrochenen Tag tun kann. Erstmal Sport (Vorsätze und so). Und dann? Vielleicht einfach nen Film gucken. Aber welchen?
Vor einiger Zeit hatte ich mir mal die Zurück in die Zukunft Trilogie zugelegt, aber die DVDs noch nie angeguckt. Zurück in die Zukunft Marathon also, Teil 1, 2, und 3 (wenn schon, denn schon). Ich hielt diese Filmauswahl für äußerst angebracht. Denn wir erinnern uns sicherlich alle (oder wurden von sozialen Netzwerken daran erinnert) in welches Jahr die Reise in Teil 2 geht. Richtig.

2015

2015 in the future

2015. Die Zukunft ist jetzt. Wir sind in der Zukunft. Was natürlich auch nur relativ ist, je nachdem in welcher Zeit man sich befindet. Aber im hier und jetzt findet man (oder finde ich) das schon ziemlich cool und auch ein bisschen merkwürdig und ich fühle mich auch ein bisschen alt – der erste Teil der Trilogie feiert in diesem Jahr immerhin sein 30-jähriges Bestehen.
Natürlich ist die Zukunft in der wir leben, anders als die Zukunft die man sich damals vorgestellt hat. Was ich stückweise ein bisschen enttäuschend finde. Wo sind die fliegenden Autos? Wieso gibt es keine Hydrier-Pizza? Und was ist mit den Hoverboards?
In vielerlei Hinsicht, ist das Jetzt allerdings ein wenig weiter entwickelt als dargestellt. Man erinnere sich da nur mal daran, dass Zukunfts-Marty per Fax gefeuert wird. Also ehrlich jetzt mal…Offenbar hatte man die Entwicklung des Internets 1985 (oder 1889 als Teil 2 herauskam) noch nicht vorhergesehen. Sowieso hatte ich in den letzten Jahren öfter mal das Gefühl, dass wir uns jetzt bereits in der fernen Zukunft befinden, die ich mir als Kind vorgestellt hatte. Man nehme da zum Beispiel die Smartwatches. Schon irgendwie futuristisch, dass man damit kommunizieren kann. Niemals wäre ich als Kind darauf gekommen, dass ich heute meinen Vater auf seiner Uhr anrufen kann (was ich nicht mache, weil ich Smartwatches bescheuert finde). Das war etwas, was in meiner Vorstellung nur zukünftigen Geheimagenten vorbehalten sein sollte….

Ehrlichgesagt war es, obwohl ich Zurück in die Zukunft immer bei meinen Lieblingsfilmen nenne, bestimmt schon 1o Jahre her, dass ich die Filme das letzte Mal gesehen hatte. Da ich aber Teile zitieren kann, weiß, dass NIEMAND Marty McFly eine ‘feige Sau’ nennt und ziemlich gut über den Fluxkompensator Bescheid wusste, hatten sie schon damals einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und genau das taten sie jetzt auch wieder. Denn nachdem ich um 4 Uhr nachts meinen Marathon beendet hatte, ließen mich 3 Gedanken noch weitere 2 Stunden nicht schlafen und dominierten auch heute noch meine Überlegungen.

1. Wie stelle ich mir eigentlich die Welt in 30 Jahren vor?
Ganz konkrete Vorstellungen habe ich da noch nicht. Nur ein paar vage Gedanken: Ich denke, dass auch in weiteren 30 Jahren die Autos nicht fliegen werden. Aber Reisen wird vermutlich schneller werden. Ich vermute auch, dass wir uns vom Konzept der Privatsphäre so langsam verabschieden können. Die Weiterentwicklung des Google Glass scannt uns, unsere Vorlieben und unseren Beziehungsstatus binnen Sekunden. Ein Mensch wird den Mars betreten haben. Es gibt eine einfache Heilmethode für Krebs. Prinz William ist König.
Ich hoffe außerdem, dass der Mensch bis dato gemerkt hat, dass er den Planeten schützen muss anstatt ihn zu zerstören. Die realistischere Vorstellung ist allerdings, dass dies eben nicht geschieht und die Erde, dank der Menschen, langsam den Bach runter geht. Es gibt eine Theorie, dass der Mensch so etwas wie der Virus des Planeten ist (kommt auch im Matrix Film vor). So wie es aussieht, könnte das stimmen (Interessantes Projekt dazu: What is missing). Kurzum: Baden im Meer kann man in 30 Jahren vermutlich vergessen.

2. Ich brauche eine Zeitmaschine
Würde es Zeitreisen tatsächlich geben, bräuchte ich mir Frage 1 natürlich nicht stellen, ich würde einfach nachsehen. Der Gedanke daran, nach Gutdünken durch die Zeit zu reisen, fasziniert mich ungemein. Einfach mal in die Vergangenheit fahren anstatt immer nur an die Ostsee: Beim Mauerfall dabei sein, durch das viktorianische London streifen, mal bei Ludwig XIV vorbeischauen… Jeder hat halt so seine Träume. Einmal Justin Bieber treffen, alle Sailer Moon Sammelsticker ins Panini Sammelheft kleben, Mann-Kind-Haus. Mein Traum – und ich weiß, dass das immer nur ein Traum bleiben wird  – ist es eben mal eine Zeitreise zu machen.
Der Stand der Wissenschaft sieht diesbezüglich derzeit so aus (ich würde das mit Quellen belegen, aber ihr könnt sowieso alle selbst googeln): 1) Zeitreisen sind theoretisch möglich. 2) Reisen in die Zukunft sind einfacher zu realisieren als Reisen in die Vergangenheit. (Nach Steven Hawking ist der einfachste Beweis dafür, dass es auch in Zukunft keine Reisen in die Vergangenheit gibt, dass schlichtweg noch niemand aus der Zukunft aufgetaucht ist). 3) Nach heutigem Stand bräuchte man für Zeitreisen eine unfassbar große Menge an Energie. Weshalb mein Traum vermutlich zu meinen Lebzeiten nicht realisierbar sein wird. Falls sich mir die Gelegenheit bietet, würde ich dafür allerdings meine Seele verkaufen. Deshalb bleibt mir nur die Fiktion. Glücklicherweise wird das Thema ja öfter mal in Filmen, Serien und Büchern aufgegriffen. Der geheime (und jetzt nicht mehr geheime) Zeitreisewunsch ist vermutlich auch der Grund dafür, warum ich so begeistert von Doctor Who bin, der in einer blauen Polizeibox, der TARDIS (Time And Relative Dimension In Space), durch Zeit und Raum reist.

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Yes, Doctor.

3.  Jeder sollte mal Zurück in die Zukunft gesehen haben 
Jeder! Auch wenn man danach traurig ist, dass man nicht in einem stylischen DeLorean durch die Zeit reisen kann. Wenigstens Teil 1 (weil er noch einen Müh besser ist als die Fortsetzungen). Ich habe nämlich neulich herausgefunden, dass es hier durchaus Menschen gibt, die die Filme nie gesehen haben. Solltet ihr davon betroffen sein, wendet euch vertrauensvoll an den Video on Demand Anbieter eures Vertrauens. Oder an mich, dann borg’ ich euch die DVDs aus. Als Gegenleistung hätte ich aber gerne Martys futuristische Kopfbedeckung. Das trägt man 2015 nämlich so.

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Und falls das ein Zeitreisender liest, komm doch mal auf ein Pläuschchen vorbei: Heute ist der 03.01.2015, es ist 02.35 Uhr.

P.S Was die Hoverboards betrifft: Ja, ich weiß, dass es die mittlerweile gibt. Aber die sind erstens nicht für die breite Masse erschwinglich. Und zweitens weitaus weniger cool als der rosa Lebensretter aus den Filmen. Aber ja, in diesem Bereich gibt es Hoffnung. Die Zukunft ist ganz nah.

Oh Geekmas Tree

Aloha Nerdmigos! Weihnachten steht vor der Tür. Meine Gefühlslage schwankt zwischen Glühwein geschuldeter Glückseligkeit und langsam aufkeimender Panik, weil ich noch nicht alle Geschenke beisammen habe. Kurzzeitig hatte ich zudem den Überblick darüber verloren, was ich für wen in welchem Onlineshop bestellt habe und war etwas überreizt wegen den weihnachtlichen Zusammenkünften, die mich davon abhielten meine  introvertierten Körperzellen aufzuladen. Aber jetzt ist alles okay, ich habe beinahe alle sozialen Gepflogenheiten erfüllt. Den Macarena auf der Weihnachtsfeier tanzen: Check! Vier Euro für einen Crepes auf dem Weihnachtsmarkt bezahlen: Check! Weihnachtslied Overkill beim gemeinschaftlichen Plätzchenbacken erleiden: Check! Was fehlt noch? Richtig, den Weihnachtsbaum schmücken: Check!
Traditionell wird so ein Baum in Deutschland ja erst am 24. Dezember geschmückt, aber da bin ich in der Heimat. Außerdem hat man dann ja nur sehr kurze Zeit etwas von seinem Baum und ich gehe auch nicht davon aus, dass meine Eltern mit meiner Christbaumdekoration konform gehen würden. Zudem bin ich ja jetzt offiziell erwachsen, da kann man ruhig seinen eigenen Baum haben. Deshalb habe ich meine eigene Nordmanntanne bereits erworben, aufgestellt und geschmückt. Tadaaa.

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Majestätischer Baum 1000.

Ja, ich weiß, früher war mehr Lametta… Wusstet ihr eigentlich, dass Lametta Eiszapfen repräsentieren soll? (Christmas Tree Funfact No. 1!) Auf meinen nächtlichen Klick-Odysseen durch Wikipedia habe ich zudem das Geheimnis gelüftet, warum es bei Nanu Nana Christbaumkugeln in der Form von Gurken zu kaufen gibt. Die Amerikaner verstecken nämlich eine sogenannte Christmas Pickle im Baum und derjenige, der sie als erstes entdeckt, erhält ein zusätzliches Geschenk. (Christmas Tree Funfact No. 2!) Und obwohl Gurken köstlich sind, habe ich mich für ein anderes Thema entschieden. Bei genauerem Hinsehen kann man nämlich entdecken, dass ich bei meinem Baum traditionelle Weihnachtselemente mit, sagen wir mal, modernen kombiniert habe. Für den Fall, das ihr noch Inspiration für eure Bäume braucht, zoomen wir doch einfach mal in den Baum hinein.

Zum einen wären da die TARDIS (Time and Relative Dimension in Space) aus Doctor Who, die in mehrfacher Ausführung um den Baum herum fliegt (Vorlage hier) und die Kugeln, die ich mit Zitaten meiner Lieblingsgeschichten gefüllt habe (abgebildet das Modell ‘The Adventures of Sherlock Holmes’)

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Wo wir schon von Sherlock sprechen. Der sitzt in seiner dramatischsten Szene auch auf der Spitze des Baumes. Als Erinnerung daran, dass wir trotz der neuen Staffel Sherlock in 2014 (auf die man wohlgemerkt 2 Jahre warten musste), keine 100 % zufriedenstellende Antwort darauf erhalten haben, wie der Meisterdetektiv den Sprung vom St. Bart’s Hospital (oder in diesen Fall vom Weihnachtsbaum) überlebt hat. Und wie wir uns vermutlich alle erinnern, hat Sherlock-Star Benedict Cumberbatch zudem die diesjährige Oscarverleihung durch seine Photobomb Attacke auf U2 bereichert. In Gedenken daran, wird meim Baum nun an einigen Stellen von einem kleinen Christmasbatch gephotobombed.

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Die Sherlocks auszuschneiden (und ihnen mit stümperhaften Bildbearbeitungsskills Mützen aufzusetzen) war nicht besonders schwierig. Ausgefeiltere Bastelfähigkeiten habe ich dann bei diesen Kreationen an den Tag gelegt. Zum einen habe ich die unvergessenen Pacman Monster mit winterlichen Utensilien ausgestattet (es gibt auch noch die Modelle ‘Weihnachtsmütze’ und ‘Elchgeweih’). Zum anderen krachen Harry und Ron in diesem Jahr nicht in die Peitschende Weide sondern direkt in meinen Weihnachtsbaum (das Design stammt nicht von mir sondern existiert bereits in leicht abweichender Form hier).

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Jetzt fragt ihr euch vermutlich, ob ich eigentlich nichts besseres in meinem Leben zu tun habe als Weihnachtsschmuck zu basteln. Und die Antwort ist: Offensichtlich nicht. Basteln macht Spaß. Basteln entspannt ungemein. Basteln fetzt.

Und für den Fall, dass dem Baum etwas zustoßen sollte (Feuersbrünste, Baumdiebe, plötzlicher Nadelverlust etc.) habe ich auch noch einen Backup-Baum. Beziehungsweise einen Backup-Harry. Allerdings habe ich das Gefühl, dass er nicht übermäßig glücklich mit seiner Weihnachtsrobe ist. #SoDoneWithYourChristmasShit

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Harry Christmas (Hö hö hö)

 

Wieso? Weshalb? Warum? – Wer Google fragt, bleibt manchmal trotzdem dumm

Kinder, wie die Zeit vergeht. Ein halbes Jahr liegt meine letzte Suchmaschinenanalyse schon zurück. Seither haben sich wieder einige verwirrte Seelen mit fragwürdigen Suchanfragen auf meinen Blog verirrt, die ich an dieser Stelle natürlich beantworten möchte. Denn wer suchet, der findet. Auch wenn derjenige eventuell Probleme mit der Bedienung von Google hat. Oder mit der Realität. Aber seht selbst:

strahlenschutzanzug für zuhause – Es gibt doch nichts schöneres, als von der Arbeit nach Hause zu kommen und erstmal in den Strahlenschutzanzug zu schlüpfen..

sie stand neben mir und pisste im stehen – …vielleicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

auf konzerten rumstehen und haare schütteln – Kann man machen. Andere Aktivitäten auf Konzerten umfassen: Im Takt mit dem Kopf nicken, Bier trinken, klatschen und springen.

wo kann man bumm bumm kaufen für silvester

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Versuchs doch mal im Kaufi Kaufi. Ich suche übrigens auch noch Zisch-Knalls, die ich um 0 Uhr anzünden kann.

manchmal ist es leichter an einhörner zu glauben – Was heißt hier manchmal?

pinkelt ihr auf den kinositz – Wenn die Antwort auf diese Frage ‘Ja’ ist, seid doch so freundlich, eure Adresse in den Kommentaren zu hinterlassen damit ich vorbeikommen und euch eine reinhauen kann.

was passiert wenn ich bei der ice bucket challenge nicht spende und auch nicht mich mir wasser übergieße? – Ich bin ziemlich sicher, dass das Universum implodieren wird.

ähm ja vielleicht was wieso warum vielleicht wieso vielleicht kann emails immer dank google scheiße f***** – Ich möchte das mithilfe eines Liedes beantworten: Yes. No. Maybe. I don’t know. Can you repeat the question?

schonmal facebook status gelogen – Aufgrund des integrierten Wahrheitsfilters ist der Facebookstatus immer zu 100% wahrheitsgetreu.
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tumblr ich liebe dich aber du kennst mich nicht – In Webseiten verliebt zu sein ist immer eine harte Sache. Du musst einfach lernen, damit umzugehen. Google erwidert meine Liebe auch nicht aber das Leben geht trotzdem weiter.

Und aus der Kategorie „Spaß mit der Google Spracherkennung“:
google zeig mir die nächste bordell in meiner umgebung – Herrlich diese modernen Zeiten. Früher musste man auf der Suche nach einem geeigneten Puff noch stundenlang durch die Straßen streifen.

google zeig mir arsch kämpfe – Die erste Regel des Arschkampf Clubs lautet: Ihr verliert kein Wort über den Arschkampf Club…

brigitte nicht okay google zeig mir bonobos – Ey Brigitte, hör auf jetzt! Stör deinen Mann nicht immer, wenn er wichtigen Beschäftigungen nachgeht, wie nach Bildern von Bonobos zu suchen.

google zeig mir bilder von geilen glotzen – Ich könnte mich irren, aber ich glaube, dass du eigentlich etwas anderes googeln wolltest. Immer schön deutlich sprechen.

okay google zeig mir was gegen nazis pastinaken – Die Pastinaken von Nazis sind echt die schlimmsten.

ok google wenn ein junge mich fragt ob wir zusammen sein wollen was soll ich sagen – Ich weiß wirklich nicht, ob man das so pauschal sagen kann. Eventuell kommt das ja auch ein bisschen auf den Jungen an. Auf der sicheren Seite ist man immer mit: ‘Ich mag Toastbrot.’

okay google zeig mir schöne bücher auf weißem papier mit text – Bücher mit Text auf Papier… Hmmm. Das könnte echt schwierig werden.

warum sagen die leute in der google werbung immer so dämlich ok google. – Eine äußerst berechtigte Frage. Und noch viel wichtiger: Was haben Bonobos und Schwarzwälderkirschtorten damit zu tun?

okay google zeig mir die hunde die ganzen land also lange ohren haben – „Ich kaufe ein A und möchte lösen: Bockwurst.“